Wärme!!!

Heute habe ich mich nach dem Mittagessen nicht wie üblich in den Keller verzogen und auf meiner Geige gespielt, sondern mir eine Decke geschnappt und mich eine Stunde in die Sonne gelegt.

Ich habe einfach entspannt und etwas vor mich hingedöst, weil ich aus irgendeinem Grund müde war und mich schlapp fühlte. Die Sonne kitzelte warm auf meiner Kleidung und der blaue Himmel schenkte mir ein strahlendes Lächeln. Einfach so dazuliegen habe ich schon lange nicht mehr getan. Ich wurde von nichts und niemandem abgelenkt, denn mein Handy ist ausgeschaltet. Das wird es auch bleiben, bis nächste Woche Mittwoch. Heute hat ja die Fastenzeit begonnen und ich habe mich in letzter Zeit sehr daran gestört, dass ich bei Langeweile immer wieder zum Handy greife und mir irgendein Filmchen anschaue. Oder auch mehrere. Natürlich nutze ich das Gerät überwiegend für sinnvolle Dinge, aber eben auch nicht immer. Die Idee es ausszuschalten kam allerdings nicht von mir und hatte auch noch nicht ihren Weg in meinen Kopf gefunden. Doch dann kam Anna gestern zu mir und erzählte von ihrem Plan, in den nächsten 40 Tagen kein Fernsehen (Netflix, YouTube) zu schauen. Da ich mich auch gerne vor dem Einschlafen noch ein bisschen berieseln lasse oder eben bei Langeweile eine schnelle Lösung dagegen finde, schloss ich mich ihrer Idee sofort an und ergänzte, dass ich irgendwann eine Woche Handyfrei sein wolle. Anna fand diese Idee gut. Und wenn Anna etwas gut findet, dann wird nicht lange gefackelt.

Soweit so gut. Später kam sie dann in mein Zimmer gerannt (es war längst nach Null Uhr) und sagte, dass Maho (wirklich cool und macht auch mit) und sie das ganze Projekt schon diese Woche aus zeitlichen Gründen durchziehen würden. Also habe ich heute Morgen mein Handy ausgeschaltet und es Anna gegeben. Im Gegenzug habe ich ihres in meinem Zimmer untergebracht. Wir wollen gar nicht erst in Versuchung geraten. Es wird also ab jetzt bis nächsten Mittwoch ohne gehen (müssen).

Ich mache das mit dem Handy überwiegend, weil ich das Gefühle habe, Zeit zu verschwenden, die ich für schönere Dinge verwenden könnte. Aber es gibt da ja immer diesen inneren Schweinehund, der es mir nicht ganz so leicht macht. Ich sehe die Fastenzeit als Chance, meine Langeweile neu zu entdecken und etwas daraus zu machen. Heute Abend bin ich zum Beispiel eine halbe Stunde durchs Haus getigert, habe dann aber Geige gespielt und italiensich gelernt. Nicht das schlechteste würde ich behaupten 😉

Mein Hochbeetprojekt geht auch vorran….. und dann ist mir aufgefallen, dass ich darüber noch gar nichts geschrieben habe…. glaube ich.

Wie alles begann: Der chinesiche Küsntler (Hun(g)) arbeitet überwiegend mit Stahl und stellt daraus Musiker her. Die sehen super cool aus und sind verdammt viel arbeit. Okay egal, auf jeden braucht er dafür eine Werkstatt mit Schweißgerät und Felx. Anna und Kristina arbeiten bei ihm und weil Anna vor Monaten für ein paar Tage nicht da war, habe ich an ihrer Stelle für sie dort arbeiten können. Ihr Job war es zu diesem Zeitpunkt, die Werkstatt, in der besagte Figuren hergestellt werden, aufzuräumen. Dabei habe ich die Paletten gefunden. Ich hatte sofort die Idde, daraus das Beet zu bauen und Hung war begeistert von der Idee und fand sie unterstützenswert. Er bewahrte also die Paletten für mich auf. Vor ein zwei Wochen habe ich dann meine Arbeit gewecchselt und arbeite nun kaum hundert Meter entfernt von der Werkstatt. Zwar in einem ganz anderen Berreich, aber nun gehe ich nach der Arbeit immer dort vorbei und kann den Platz benutzen, wenn ich ihn brauche. Er hat gesagt; im Grunde für alles. Ich freue mich, dort so willkommen zu sein 🙂

Wir haben in meinem neuen Job ab und an ein bisschen früher aufgehört zu arbeiten und ich konnte mein Hochbeet nach der Abeit beginnen. Ich habe Skizzen geamcht und mir die Bretter zurechtgesucht, die ich brauche. Auch habe ich überlegt, wie viele Paletten ich brauche und habe alles zurechgesägt. Außerdem habe ich einen Samstag drangehängt und bin am Vormittag mit dem Fahrrad die sieben Minuten von Zuhause bis dorthin gefahren und habe ein bisschen herumgebastelt.


Heute nach der Arbeit bin ich natürlich wieder in die Werkstatt gelaufen und habe also an meinem Hochbeet weitergebaut. Ich habe mit Anna zusammen (sie arbeitet wirklich dort und kommt nicht immer nur vorbeigerannt, wie ich XD) Winkel angebracht und die Folie auf der Innenseite fertig fixiert. Gestern habe ich die Folie größtenteils schon angetackert. Das ging super schnell mit einem Drucklufttacker und hat wirklich viel Spaß gemacht. Es tut mir gut, mal wieder etwas zu bauen und das Schreien der Kappsäge und das Brummen des Akkuschraubers zu höhren. Vielleicht auch das ein oder andere Mal das Rattern eines Bits, wenn er über den Schlitz der Schraube hüpft. (Klar weiß ich, dass das nicht gut ist ^^) Die Winkel sind jetzt auf jeden Fall darn und ich werde nur noch die Seiten mit Brettern ein bisschen mehr stabilisieren und mit weißen Streifen anmalen. Ich denke, dass Weiß sieht dann in Kombination mit den hellgrünen Pflanzen freundlich und frisch aus.

Gerne hätte ich noch ein paar Fotos von der Arbeit am Beet angehängt, doch die sind auf dem Handy und ich hatte keine Zeit mehr, sie hochzuladen. Also gibt es nächste Woche ganz viele und ihr könnt euch vermutlich den gesamten Entwicklungsprozess anschauen.

Liebe Grüße und genießt den Frühling, der hoffentlich auch in Deutschland bald kommt!

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mama
1 Jahr zuvor

zu meiner/unserer Zeit …:-)
nutze man Langeweile auch zum Quatschen …:-).
also, sich gegenseitig kennen zu lernen …
aber das isbestimmt völlig überholt :-)
Und ICH komme heute ohne Smartphone gar nicht mehr aus ....:-)
Erzählt
mal wies euch damit ergangen ist.
Der WDR begleitet auch 1 Familie, die für nächste Woche ihre Handys gegenseitig versteckt hat :-) .... Heute fanden sie
s noch ganz cool …:-)