uno gionro

Wie genau sieht mein Tag aus und was mache ich den Tag über?

Um zu erklären, warum ich gefühlt immer müde bin, fange ich einfach beim Morgen an. Der beginnt nämlich um 8.30 Uhr. Naja, das mag nicht allzu früh erscheinen, aber ich gehe spät ins Bett.

Weil das Programm um halb neun anfängt, stehe ich um acht Uhr auf. Frühestens um 7.50 Uhr, aber auch nur, wenn ich duschen muss. Leicht fällt es mir meistens nicht und ich sehr unfassbar verschlafen aus – so sagte man mir. In windeseile ziehe ich mich anschließend an, frühstücke und mache ich mich fertig. In der Regel schaffe ich es pünktlich, manchmal aber auch nicht. Dann renne ich mit meinem Tee in der Hand nach unten und schiebe mich so leise wie möglich in den Raum.

Dort findet mein Morgen in der Regel statt. Wenn ich wenig motiviert bin (manchmal bin ich einafch nur schrecklich müde), dann verkrieche ich mich in der letzten Reihe und döse vor mich hin. Was wir Morgens machen? Das ist total unterschiedlich. Heute haben wir zum Beispiel angefangen ein Jugendtreffen vorzubereiten, das am 1. Mai stattfinden wird. Mit Pausen und vielen verschiedenen Etappen ging es bis 12.20 Uhr. Manchmal haben wir um 10.40 Uhr Italiensich Unterricht, dann sind wir natürlich außer Haus.

Um 12.20 Uhr endet unser programm für den Vormittag immer und es geht zurück nach Hause oder einfach nur die Treppe hinauf. Je nachdem wo wir sind.

Zu Mittag gibt es Essen aus der Kantine, das mal mehr und mal weniger gut schmeckt. Für mich als Vegetarierin gibt es immer etwas extra, doch dies beschränkt sich in der Regel auf einen Block Käse (300 g) oder kaltes Gemüse. Ich mache es mir dann immer nochmal warm. Außerdem, ich mein die geste zählt ja. So kommt es, weil ich pro Tag keine Wochenportion Käse schaffe, einen gigantischen Käsevorrat in unserem Külschrank angehäuft haben. Bei der nächsten Pizza regeln wir das aber… 😉

Im Anschluss, wenn ich nicht gerade abwaschen muss, renne ich mit meiner Geige runter in einen der hinteren Räume im Keller und spiele Geige. Das ich dort spiele hat zwei Gründe. Zum einen bin ich ungestört, denn das Haus ist sehr hellhörig und zum anderen bin ich nach so langer Zeit nicht mehr allzu routiniert. Nach drei Wochen üben klingt es jedoch schon wieder deutlich besser und außerdem habe ich Unterricht. Ich genieße die zwanzig Minuten die habe, um einfach ein bisschen vor mich hin zu fiedeln und den meist guten Klang des Geigenspiels zu hören. Ein paar Minuten zum entspannen.

Danach renne ich wieder nach oben, nutze die zehn verbleibenden Minuten, um mich fertig zu machen und um 13.51/2 Uhr das Haus zu verlassen. Diese genauen Zeitangaben kann ich auch nur machen, weil ich erprobt darin bin, jede freie Minute auszunutzten. Ich brauche exakt 7 Minuten bis zu meiner Arbeit und habe dann noch eine, um meinen blauen Kittel anzuziehen.

Um 14.00 Uhr geht es los und nun folgt der spannendste Teil des Tages (ironie). Die Arbeit dort deckt so grade unsere Kosten fürs Essen, den Strom  und das Wasser. Eben alles, was zum Wohnen dazu gehört. Das sind vier Stunden am Tag. Meistens ziemlich langweilig, aber ab und an auch lustig. Zum Beispiel lerne ich dort von einer Frau ein wenig Arabisch, was mir und ziemlich sicher auch ihr Spaß macht. Außerdem wird dort nur Italiensich gesprochen, was meinen Sprachkenntnissen wirklich gut tut.Die Arbeit an sich ist anspruchslos und hat Fließbandartige Züge. heute zum Beispiel habe ich vier Stunden lang Schokoladenverpackungen zusammegeklebt. Es werden zwei Seiten-Kanten umgeschlagen, mit Heißkleber versehen und die Rückseite darufgedrückt. Die fertige Schokolade word später in den Papiermantel hineingeschoben. Allerdings nicht von uns, sondern in der Fabrik vermute ich. In diesem Fall war es von einer Handmanufaktur aus Florenz. 7000 Stück müssen gemacht werden.

Diese Arbeit wurde glaube ich wirklich nur eingerichtet, um die Kosten der freiwilligen zu decken, da es ansonsten keine Einnahmen gibt.

Um 18 Uhr ist endlich Feierabend und ich gehe so schnell wie möglich nach Hause. Der weitere Abend ist dann mal so mal so. Auf jeden Fall gehe ich mindestens eine halbe Stunde laufen, um ein wenig Zeit für mich zu haben und mein Sklett wieder zu entspannen. Danach muss ich manchmal noch Kochen oder abwaschen, kommt drauf an, ob ich auf dem Plan stehe oder nicht.

Heute zum Beispiel musste ich abwaschen, wie ihr sehen könnt

Um 21 Uhr hatte ich noch ein Meeting, bei dem wir ein anderes Projekt besprochen haben. Dafür müsste ich jetzt eigentlich noch ein Plan erstellen, aber das verschiebe ich auf Morgen, weil ich unfassbar müde bin,

Sorry für Bildqualität… Das ist ein besonders schöner Teil meiner Lauftsrecke.

Ich wünsche eine Gute Nacht! 🙂

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1 Kommentar
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Mrs Norris
1 Jahr zuvor

Cool das du laufen gehst unterstütze ich!
Am ersten Mai weiß ich noch nicht ob ich dabei bin Mal sehen.
Ich gehe jetzt mal die Rote Beete ernten bevor sie komplett friert