„…Und wie klappt es so mit dem Italienisch?“

Ähmmm, jaaaaa…..

Zu meiner Verteidigung – ich bin auch erst seit einem Monat hier.

Die Tage telefonierte ich mit meiner Mutter und nachdem wir alles nur erdenkliche Wichtige und unwichtige besprochen hatten, fragte sie mich; „und wie klappt es so mit dem Italienisch?“ Ich wollte antworten, italienische Sätze in den Raum werfen, meinen Wortschatz von ca. 30 Wörtern loswerden, doch… ich schwieg. Da war nichts zum loswerden. Da waren keine italienischen Vokabeln, die meine stille Verzweiflung hätten ausdrücken können. Auf meine innere Frage, ob ich denn wenigstens etwas verstehe, konnte ich nur mit nein antworten. Tiefe Ernüchterung folgte.

Natürlich kann ich die Klassiker. Come stai? Come ti chiami? Di dove stai? Quando anni tu ai? Und da hört es auch schon auf. Langsam fange ich jedoch an, meinen 30 Wörter Wortschatz zu unvollkommenen Sätzen zusammen zu bauen. Ich werte das als Erfolg. Leider ist es keiner, denn niemand versteht mich. Soweit dazu.

Das klingt jetzt alles sehr dramatisch, aber in Wirklichkeit macht es sehr viel Spaß, Italienisch zu lernen!

Heute Morgen zum Beispiel. Um 8.30 Uhr begann unsere Stunde und der Weg dorthin weckte mich aus meiner morgendlichen Trägheit auf. Der Herbst hat Einzug erhalten und die Morgende sind kalt. Ich konnte sogar meinen Atem sehen. Das sonst so klare Tal zu unseren Füßen sah dann also auch mehr so aus:

 

Der Nebel war dicht und das oben rechts soll die Sonne sein. Zugegeben, etwas schwer zu erahnen.

Unser Unterrichtsraum ist super süß. Das Haus heißt „Villa Eletto“ und der Raum ist von außen erreichbar.

Leider habe ich verpasst, ein gutes Foto von innen zu machen, deswegen gibt es nur dieses.

Eben ein klassischer Unterrichtsraum. Anstatt einer Tafel verwenden wir Beamer und Word. Aber es funktioniert 😉

Zurück zu der lustigen Erfahrung heute Morgen. Ich versuche immer möglichst viel mitzunehmen und dran zu bleiben, aber der Unterricht ist auf Italienisch und ich verstehe vieles nicht. Kristina geht es ähnlich…

So unterhielt ich mich letztlich mit Zuska aus den USA über Deutsche Stereotypen. Glaubt mir, es war lustig. Als sie dann nach Amerikanischen Stereotypen fragte, goggelten wir erst einmal und das erste Ergebnis war, dass alle Amerikaner, natürlich, übergewichtig sind. Sie ist so dünn, wie man nur sein kann. Verschont haben wir sie natürlich nicht 😉

Zuletzt will ich euch meine Unterlagen zeigen, die allerdings wohl keinen Schönheitswettbewerb gewinnen werden. Ich habe ein kleines Buch, in dem ich alles festhalte.

Da dies mein fünfter Beitrag ist, heißt das, dass ich seit genau einem Monat hier angekommen bin. Wahnsinn oder? Einerseits vergeht die Zeit rasend schnell und andererseits sind es erst vier Wochen. Daran werde ich schnell erinnert, wenn ich versuche, Italienisch zu sprechen. Das wird aber schon noch werden. Wir lernen schnell und viel und haben eine ganz wunderbare Lehrerin.

Ja das war es auch schon wieder – ciao e a mercoledì. Das Wochenende sind wir in Rom, da werde ich sicher etwas spannendes zu Berichten haben… 🙂

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Mrs Norris
2 Jahre zuvor

Klingt spannend ich will auch mal Italienisch lernen oder Spanisch,
denke aber ich bleibe vorerst bei französisch. Commet ca va?
Heute habe ich wieder gemerkt das du hier fehlst, habe eine ganze Tüte von DEN Chips gegessen, alleine, das wäre in deiner Anwesenheit nicht passiert.

Inge
2 Jahre zuvor

Carissima Cathleen,
Grazie di poter partecipare!
Es mache unglaublich Freude deinen Blog zu lesen!
Ich denke an dich!