una Settimana senza cellulare

Eine Woche ohne Handy. Ich muss sagen, dass ich es ganz interessant fand. An einigen Stellen braucht man es überhaupt nicht und anderen habe ich einfach gemerkt, wie nützlich es ist.

Die ersten Tage waren ein bisschen hart, denn wie ich es erwartet habe, wusste ich mit mir nichts anzufangen. Aber es ging doch recht schnell, dass ich etwas fand, was es zu erledigen gab und ich vorher vielleicht etwas aufgeschoben habe. Ich habe mein Italienischbuch nochmal angeschaut, Post-its hineingemacht und neue Vokabeln hinzugefügt. Ich habe wirklich gelernt. Auch habe ich Zeit gefunden, mein Zimmer aufzuräumen. Die Ablage neben meinem Bett war ein wenig voll geworden und auch der Stuhl mit meinen Klamotten glich einem Berg. Ich hatte mehr Zeit, Geige zu spielen. Ein Freund hat mich gefragt, ob ich durchgehalten habe und eigentlich schon.

Es gab zwei Ausnahmen, die ich machen musste. Das eine Mal brauchte ich Informationen über meine Geldkarten, aber da hatte ich das Handy offline und nur 5 Minuten an. Das andere Mal hat mich auch ein wenig geärgert. Ich hatte ein Treffen, von dem ich nichts wusste. Es geht um die Vorbereitung eines Jugendtreffens am 1. Mai, bei dem ich im Vorbereitungsteam drin bin. Es war ein Treffen angesetzt, von dem ich nichts wusste und musste, nachdem mich jemand fragte, ob ich nicht besagtes Treffen hätte, nachschauen, wo es denn stattfindet. Ich kam eine halbe Stunde zu spät, was hier in Italien ein minder bedeutendes Problem ist. Sie hatten noch nicht angefangen. Ich habe gemerkt, dass die Kommunikation in diesen Bereichen heutzutage so sehr auf digitale Verständigung ausgewichen ist, dass man solche Dinge mitunter also gar nicht mehr mitbekommt.

Eine Situation, wo man sagt, dass es ohne Handy nicht geht, hatte ich am Wochenende in Florenz. Wir haben gemerkt, es geht ohne Handy, ist aber nur ein bisschen mühsamer.

Anna und ich sind zusammen mit dem Fahrrad nach Florenz gefahren, weil Kulturwoche war und die Museen freien Eintritt hatten. Von uns aus sind es mit dem Fahrrad nur 24 Kilometer, wofür man etwa eine Stunde und 30 Minuten braucht. Die Herausforderung dieser Strecke ist also nicht die Distanz, sondern die Toskana. Die ersten fünf Kilometer ging es nur Berge hinauf und danach wieder hinunter, eine schweißtreibende Strecke. Schließlich mussten wir nur noch einen gigantischen Berg hinauf, der aber wirklich in Ordnung war. Der beste Teil kam danach, denn die letzten sechs Kilometer ließen wir uns den Berg bis ins Stadtzentrum hinunterrollen. Das hat am meisten Spaß gemacht.

Unser erstes Museum war das  Galleria Dell Accademia. Von außen wirkt es relativ klein, aber es gibt innen ganz viele verschiedene Räume. Es gab sehr viele Ikonen, aber auch Musikinstrumente. Ich habe sogar eine echte Stradivari gesehen und fand es schön, endlich auch mal in eines der interessanten Museen in Florenz zu gehen. Es wäre zu schade gewesen, wenn ich das nicht gemacht hätte. Interessant war auch der echte David von Michelangelo, der dort aussteht. Er ist ziemlich groß.

Im Anschluss haben wir uns mit den anderen getroffen, die auch noch in der Stadt unterwegs waren und sind zusammen eine Pizza essen gegangen. Es war bereits etwas später und wir wollten noch in die Gärten, doch die hatten bereits zu und wir entschieden uns, ein Eis essen zu gehen, bevor wir auf den großen Platz über Florenz wollten.

Das mit dem Eis ist die Geschichte, wo das Handy doch recht praktisch gewesen wäre, wir aber gemerkt haben, dass es auch ohne geht. Wenn auch ein wenig mühsamer. Ich bin also in diese Eisdiele gegangen um mir ein Eis zu kaufen. Die anderen sind auch mit hinein gegangen, aber dann wieder hinaus, weil es ihnen zu voll war. Anstatt auf mich zu warten, sind sie einfach zu einer anderen gegangen und als ich hinaus kam, waren sie weg. Ich bin die Straße einmal hinauf und hinunter gegangen, doch sie waren weg. Es wäre praktisch gewesen, wenn ich mein Handy gehabt hätte, um sie anzurufen, doch das hatte ich ja nicht. Also ging ich zu unseren Fahrrädern, die wir irgendwo auf dem Weg nach oben (zum Platz) angeschlossen hatte und hinterließ eine Notiz, dass ich bereits oben sei. Auf dem Plazza wartete ich ein wenig und nach einer Stunde kamen sie dann auch. Es war voller Touristen, die auf den Sonnenuntergang warteten und uns war es ein bisschen zu voll dort. Zusammen gingen wir dann zu einer wirklich schönen Kirche, die noch ein bisschen höher lag und von der der Ausblick sogar noch besser war und schauten uns von dort den Sonnenuntergang an. Außerdem waren wir noch in der Kirche, die eine Holzdecke und Mosaikverziehrungen hatte. Es gab sogar Fresken, die teilweise noch nicht fertig gemalt waren. Es war super interessant.

Ich fand es schön, dass dort nicht so viele Touristen waren

Mein Hochbeet ist fast fertig und ich zeige euch ein paar Bilder.

Mein Fazit zu dem Handy ist, dass wenn man es sinnvoll benutzt, es wirklich nützlich sein kann und es nicht schadet, sich ab und an mal Videos anzuschauen, obwohl ich das Fernsehen noch bis zum Ende der Fastenzeit nicht mache. Ich meine, das wusste ich auch schon vorher, aber dennoch finde ich es gut, das mal ausprobiert zu haben

Eigentlich war der Blogbeitrag auch schon fertig, aber als ich ihn abspeichern und hochladen wollte, hat es nicht funktioniert, die Seite hat geblockt und dann waren wir über das lange Wochenende weg und ich hatte kein Internet. Wo ich war, erfahrt ihr am Mittwoch genauer 😉 (Hoffentlich ohne techniche Probleme)

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