Überraschung

Manchmal haben Mütter eben doch recht…

Bevor ich nach Italien abreiste, fragte meine Mutter mich, ob ich nicht meine Geige mitnehmen wolle. Ewig nicht angeschaut, seit Jahren nicht gespielt und in der Ecke verstaubt. Ich verneinte. Mama blieb hartnäckig – ich auch.

Und dann war ich keine drei Wochen hier und mir bot jemand Geigenunterricht an. Ich brauchte meine Geige. Mist.

Erst fragte ich ganz freundlich zu Hause nach, ob ich meine Geigennoten bekommen könnte und keine zwei Wochen später waren sie da.

Etwas später fragte ich, ob sie mir die Geige auch irgendwie schicken könnten, denn zwei Personen und nur eine Geige ist einfach manchmal ein wenig schwer. Keine zwei Wochen später war sie da. Die Geige. Mit meiner Familie!

Meiner Mutter war es einfach zu gefährlich gewesen, die Geige per Post zu schicken und daher entschieden Mama, Philipp und Nathalia sich, die Geige einfach persönlich vorbei zu bringen. Weil ohnehin Herbstferien waren, entschieden sie spontan, ihren Besuch mit einem kleinen Urlau zu verbinden. Freitag buchten sie, Sonntag waren sie da. Ganz unkompliziert. Dafür liebe ich meine Familie! 🙂

Abends kamen sie an und ich hatte Zeit, sie zu begrüßen. Das Programm war ohnehin nicht spanned und mich vermisste wirklich niemand. So zeigte ich ihnen mein Appartement, aß mit ihnen Milchreis und später Nudeln in Tomatensauce. Der Abend ging unfassbar schnell vorrüber und schon fuhren sie zu ihrer Ferienwohnung, oben irgendwo in den Bergen. Sie beschrieben den Weg später als sehr Abenteuerlich, aber den Ort als sehr schön. Zu beiden Seiten kann man weit in die Ebene blicken und wenn Abend all die Lichter glitzern, ist es besonders schön! Am Monatg mussten wir nicht den ganzen Tag arbeiten, weil im Auditorium (das ist ein Saal, wo Veranstaltungen stattfinden) ein Programm lief, bei dem wir teilhaben duften/konnten/sollten. Ich habe mich irgendwann aus einem Vortrag zurückgezogen und mit meinen Geschwistern einen Geocache gemacht. Meine Mutter fand ihn spannend und blieb dort. Es war kalt draußen und der Wind fegte eisig über uns hinweg. Meine Familie hatte den Herst mitgebracht!

Dienstag Abend fuhren wir nach der Arbeit in die Ferienwohnung und aßen zusammen. Es war wirklich schön, mit ihnen zu quatschen und einfach auf Deutsch auch Dinge besprechen zu können, die man eben nur der Familie anvertraut. Im Anschluss sind wir noch in die Nacht hinaus gegangen und haben die Aussicht genossen. Es war wunderschön. Der Vollmond tunkte die Ebene in einen ruhigen Schimmer, während sich zu beiden Seiten, tief unter uns, tausende Lichter erstreckten. Die süßen Häuser lagen perfekt an der Bergkuppe und der Ort ist bei Nacht sicher ebenso schön, wie am Tage.

Die Ferienwohnung war wirklich sehr gemütlich.

Mittwoch Abend war auch schon ihr letzter Abend hier, weil die Herbstferien langsam zu Ende gehen. Wir waren gemeinsam Pizza essen.

Zuerst fand ich, dass sie viel zu früh da waren und auch sie wollen mich eigentlich eher um Ostern herum besuchen. Jedoch hat die Geige unsere Pläne geändert, aber letzlich war es wirklich schön und ich bin froh, dass sie gekommen sind. Extra für mich.

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mama
2 Jahre zuvor

Falls jemand 1 guten Instrumentenversand weiss – ich habe im Internet keinen gefunden – wär‘ ich für 1 Tipp wirklich dankbar … Nur für den Fall, dass noch 1 Angebot für Klavierunterricht käm‘ … 😀

mama
2 Jahre zuvor

nein – es war wunderschön u. unser 1. Urlaub dieses Jahr … wir mögen auch Loppiano und: passte alles!

2 Jahre zuvor

Das ist ja wirklich total toll!! Freue mich das deine Familie dich besucht hat und dann auch noch die Geige mitgebracht hat 🙂

Mrs Norris
1 Jahr zuvor

Die paar Tage waren wirklich schön und wahrscheinlich sehen wir uns um Ostern rum nochmal