Manfredonia

Das letzte Wochenende waren wir alle gemeinsam in Manfredonia, weil wir einen Preis gewonnen haben, den diese Stadt vergibt. Es geht um das T-Sirt Projekt von dem ich schon mal geschrieben hatte. Über dieses Projekt haben wir auch den Adventskalender im Dezember gemacht. Es ist ein faires T-Shirt, das sowohl in der Produktion, als auch im Material fair bezahlt und hergestellt wurde. Die Baumwolle ist aus nachhaltigen Quellen. Mit dem erlös des T-Shirts unterstützen wir z.B. andere Jugendliche, die hier ein Jahr mithelfen wollen, falls sie sich die Anreise sonst nicht leisten könnten. Dafür haben wir den Preis erhalten.

Auf jeden Fall ging es am Freitag Morgen gegen 10 Uhr mit dem Bus los. Acht Stunden Fahrt lagen vor uns. Zum Glück war der Bus nicht so voll, wir sind nur 24, und ich konnte mir eine Bank für mich alleine schnappen. Ich habe mich einfach ganz breit gemacht und ein Hörbuch gehört. Die Umgebung war schön und besonders am Meer entlang zu fahren, war wundervoll. Ich liebe das Meer und weil Manfredonia am Meer liegt, habe ich auch direkt Schmimmsachen eingepackt.

Im Manfredonia wurden wir in Gastfamilien untergebracht, aber ich habe in einer anderen Familie gegessen, weil meine Gastoma gesundheitsbedingt nichts vorbereiten konnte. Die alte Dame war super süß und dabei gleichzeitig so zerbrechlich, dass ic wirklich Sorge hatte, dass fünf Gäste für sie zu viel wären. Agi und Stela haben auch bei der alten Dame gegessen, weil ihre Gastfamilie mit Vorbereitungen beschäftigt war und deshalb kein Abendessen ausrichten konnte. Später sind wir natürlich in unsere familien gegangen und haben dort auch übernachtet.

Es gab zum Abendessen super leckere Mozarella mit Pizza und Tomatenbrot, etwas sehr typisch italiensiches. Tja, und dann sagte die alte zerbrechliche Oma, dass die drei Flaschen Bier im Kühlschrank stehen hätte und diese nicht allein trinken wolle.

Meine zwei Mitbewohnerinnen hatten in einer anderen Familie mit gegessen und zu dritt ging es dann zu unserer Oma, die wiederum so herzlich und nett war, dass wir uns sofort wohlfühlten.

Am nächsten Morgen ging es sehr früh raus und wir fuhren zu der Schule, in der die Preisverleihung stattfand. Diesen Preis gibt die Stadt Manfredonia aus und alles war offiziell. Wir waren nicht die einzigen, die ihn bekamen und so hielt zum Beispiel auch die Polizei eine Rede oder einige Wirtschaftsmenschen, die sich aber um eine sehr Menschenwürdige Wirtschaft bemühen. Sehr interessante Personen. Wir haben dann noch getanzt und gesungen, um das ganze ein wenig aufzulockern 😉

Der Vormittag war dann um, aber der Nachmittag war noch frei und natürlich sind wir alle ans Meer. Manfredonia liegt quasie in der Spore von Italiens Stiefel genau am Meer. Es war trotz der Sonne kalt und windig und eigentlich wollte ich nicht hinein, ließ aber zum Glück überzeugen und es hat sich gelohnt! Zwar war es kalt und erst, nachdem man einmal ganz eintaucht war, war der Wind warm. (wahrscheinlich aber auch nur, weil er wärmer als das Wasser war) Es war sehr kalt und wir blieben vielleicht 20 Minuten drin, bis wir wieder hinaus sind und uns schnell in unsere Jacken gehüllt haben. Unsere Winterjacken.

Natürlich bin ich sehr froh, dass ich es gemacht habe und es war ein riesen Spaß! Krank geworden bin ich übrigens nicht.

Am Sonntag ging es leider wieder zurück und unsere Gastoma hatte sogar Tränen in den Augen, als wir gefahren sind. Sie hat uns jede Menge Proviant mitgegeben und uns herzlich eingeladen, sie nochmal zu besuchen.

Die Busfahrt zurück hatte ich wider den gleichen guten Platz und habe irgendwie fast de ganze Zeit verschlafen und zwischendurch an meiner Geschichte weitergeschrieben. Aber dann wurde mir schlecht und ich habe wider geschlafen und Musik gehört. Ich war dennoch völlig fertig, als wir zurück waren. Ich glaube, ich hatte einen Buskollar. Es war anstrengender im Bus zu sitzen, als ins kalte Meer zu springen. Das Wochenende war aber toll und ich habe es sehr genossen!

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