Eingelebt

In der ersten Woche ist natürlich sehr sehr viel passiert, deshalb will ich darüber ein wenig berichten. Also zusammengefasst ist das alles pasiert: 😉

Als ich ankam, waren in meiner WG Anna aus Österreich, die mit dem Fahhrad nach italien gefahren ist. Sie erzählte, 16 Tage unterwegs gewesen zu sein. Dann gab es noch die beiden Philippinas, die super nett sind. Bernadette hat einfach mein Bett bezogen und als ich später fragte, was ich helfen kann, sagte sie, ich soll mich entspannen und ausruhen. Mit Liz, das ist die andere, teilte ich mir zu zweit ein Zimmer und ich hatte noch fast freie Auswahl an Betten. Es gibt zwei Hochbetten in dem Zimmer. Yosi kommt aus Costa Rica und ist ein wenig zurückhaltend. Ich glaube, es liegt aber eher daran, dass sie kaum Englisch spricht und die Verständigung ein wenig schwerer ist.

Der Vorraum zu den Wohungen


Am zweiten Tag, dem Donnerstag, hatte ich wenig Programm, weil wir uns ein wenig einleben und andere, wichige organisatorische Dinge erledingen durften.  Am späten Vormittag startete dann für alle der Sprachkurs und obwohl einige schon seit zwei Wochen da sind, hatte er noch nicht begonnen. Wir waren also genau pünktlich angereist 😉 Ich kann mich mittlerweile auf Italienisch vorstellen. Io sonno Cathleen, Sonno de Germaia. Io parlo Tedesco. Oder so. Das kommt sicherlich noch alles 😉

Ich erkundigte schließlich am Nachmittag zusammen mit Kristina ein wenig die Umgebung und lebte mich in Ruhe ein. Das Klima ist auf jeden Fall anders und machte mich müde. Die anderen waren arbeiten, bei uns dauert es jedoch noch ein wenig, bis wir anfangen.

Abends stand Sport auf dem Programm und ich war sofort angetan.

Ja es gibt ein Volleyballfeld, welches wir jederzeit benutzten können. Nächstes Mal gehe ich aber glaube ich ins Schwimmbad- bei den Temperaturen…

Der Sprachkurs ist an sich sehr anstrengend, weil wir jede Stunde neue Wörter lernen, aber ich bin mir sicher, dass das etwas bringen wird! In der zweiten Stunde (Freitag) ging es direkt um die Aussprache, was mich vollkommen überfordert hat. Zum Glück bin ich nicht die einzige und sicher, dass es sehr bald besser wird. Während die anderen am Nachmittag arbeiten waren, schlief ich etwas und machte einen langen Videoanruf mit einer Freundin.

Am Samstag war das Program ein wenig ruhiger. Es begann mit der morgentlichen Versammlung, in der es um die Finazen ging. Uns wurde erklärt, wie sich was zusammensetzt und wie viel Geld uns für den wöchentlichen Einkauf zu Verfügung steht. Das ergibt sich zum Einen durch die Anzahl der Personen, die in der WG sind und zum Anderem durch das gesamte Ged, aufgeteilt auf die zehn Monate. Für uns reicht es auf jeden Fall. Wir werden aber noch mehr Personen werden.

Am Nachmittag ging es mehr ums Putzen und sauber machen. Einmal in der Woche, Samstag, wird geputzt. Dazu teilen wir uns auf und reinigen den Teil, für den wir uns eingetragen haben. Ich mache zum Beispiel das Bad, welches zu meinem Zimmer gehört und das andere ist der Haushaltsraum. Dort steht die Waschmaschiene, der Müll, und die Fächer, wo die großen Handtücher drin hängen.

Der restliche Nachmittag stand zu unserer freien Verfügung und nach einem Eis mit allen zusammen ging es zurück in die WG und ich setzte mich hin, um etwas zu malen und dabei zu entspannen. Es ist ziwschendurch immer sehr entspannt und es macht Spaß, sich mit den anderen zu Unterhalten, oder auch ab und an Nichts zu tun. das Bild zeigt unseren Sitzberreich, der quasie das Wohnzimmer ist. Unsere Wohung hat den größten von allen und ist mit der Küche kombiniert.

 Rechts im Bild ist einer der Stühle vom Küchentisch zu sehen und natürlich der Tisch. Die Ecke im Hintergrund ist zwar ein wenig schief auf dem Bild, aber in echt urgemütlich.

 Rechts im Bild ist einer der Stühle vom Küchentisch zu sehen und natürlich der Tisch. Die Ecke im Hintergrund ist zwar ein wenig schief auf dem Bild, aber in echt urgemütlich.

Der Sonntag dagegen war vollkommen frei. Ich habe mich ausgeschlafen und im Anschluss einen kleinen Spaziergang unternommen. Auf meinem Streifzug wurde ich zwar bestimmt von jeder Menge Mücken zerstört, aber er war dennoch schön. Morgens ist es noch nicht so heiß und daher sehr angenehm. Mein Ziel war ein Ausblick, den ich als Kind schon einmal gehabt hatte. Wir haben als Familie hier vor Jahren Urlaub gemacht und hatten einen besonderes schönen Blick ins Tal hinunter. Diesen Blick wollte ich nochmal haben und es klappte! Ich entdeckte sogar das Castle wieder, welches in meiner Erinnerung geblieben war.

Der Nachmittag war mit Schwimmen und Spaß ausgefüllt, denn wir spielten Wasserhandball. 🙂 Zumindest eine Variation davon. Weil ich selber Handball spiele, machte es mir besonders Spaß. Ich stand im Tor und habe von dort aus, sogar ein Tor geworfen. 😉

   

Am Abend gingen wir ein Eis essen. Paola erklärte uns, es sei eine neue Eisdiele und wir müssten sie ausprobieren. Natürlich ist jede mitgekommen! Ich probierte Cheese Cake, Creme und Kinderchoco aus. Sehr lecker! Es gab viele interessante Sorten und ich konnte mich kaum entscheiden.

Im Anschluss waren wir noch im Decatlon und ich kaufte mir eine Trinkflasche. Ich hatte nur so eine einmal Plastikflasche und brauchte eine Vernünftige. Bestimmt zehn andere haben sich die gleiche ebenfallsgekauft. Wir haben unsere Namen drauf geschrieben. Oh, und dann versuchte ich zu kochen…. alle haben mir mehrfach versichert, dass die Maultaschen gut schmecken, aber sie sind total missglückt. Nicht nur, dass die Füllung viel zu flüssig war und zu viel, die Taschen gingen nicht zu und sifften vollkommen durch. Letztlich haben wir dreiviertel der Füllung wieder raus genommen, möglichst große teigtaschen gemacht und ins Wasser geworfen. Natürlich sind sie aufgegangen und die Füllung hat sich im ganzen Wasser verteilt. Wir haben sie rausgesiebt und zu den teilbahnen gegessen. So sah das ganze dann aus:

Es war ein ruhiger Vormittag, den Kristina und ich damit verbrachten, das Erdgeschoss zu putzen. Natürlich hatten wir uns dazu bereit erklärt. 🙂 Das ging auch sehr schnell und wir hatten im Anschluss viel Zeit. Den Nachmittag hatten wir dann komplett frei. Eigentlich dachtten wir, dass wir Montag schon normal mit den anderen arbeiten sollten, doch Letizia, unsere Assestentin, meinte, dass wir erst eine Einführung bekämen und die sei erst am Dienstag. Kein Problem für uns, denn warum nicht noch ein wenig ausruhen und ankommen? Ich nahm mir Zeit, den Blog zu schreiben und hörte zusammen mit Kristina ein wenig Musik, während sie niedliche Tiere auf ihre Flasche malte. In ihrem Apartment gibt es als einziges keine Sitzecke, die übrigens in einen alten Kamin gebaut wurde, und so saßen wir in unserer. Ich auf dem Sessel und sie in der Ecke. Das Mittagessen kommt unter der Woche aus der Kantine zu uns und wir müssen Mittags nicht selber kochen. Abends schon, aber das ist eher toll, als lästig, weil wir Gerichte aus anderen Ländern kennenlernen. Zumindest bis jetzt gefällt es mir noch….

Am Abend holten Yosi und ich Anna, Bernadette und Liz vom Chor ab. Ist zwar nichts für mich, aber die anderen haben Spaß daran und es ist sicherlich genau das richtige für sie.

Der Dienstag brachte gutes Wetter mit sich. Wie immer. Es war heiß und ich war um vier Uhr morgens auf Mückenjagt in meinem Zimmer gegangen, weil ich ständig davon aufwachte, dass es irgendwo anders stark jukcte. Ich habe sie gekillt! Danach konnte ich in Ruhe weiterschlafen. Verschlafen habe ich dann zwar nicht, aber musste in einer halben Stunde Duschen und Frühstücken. Ich habe es so grade geschafft. In der Meditation lernten wir etwas darüber, welches Rolle Jugendliche spielen und wie wichtig sie für die Zunkunft sind. Wir sind schließlich die neue Generation. Auch geschichtlich wurde beleuchtet, welche Rolle sie bisher in der Organisation gespielt haben und spielen und auch weiterhin spielen. Recht interessant.

Nach einer kleinen Pause ging es weiter zum Sprachunterricht und wir lernten in rasantem Tempo neue Wörter. Wir haben ein Notizbuch bekommen, in welches ich die ganzen Vokabeln hinein schreibe und ach Bilder dazu male. Es fällt mir echt schwer, sich so viel auf die Schnelle zu merken!

Am Nachmittag hatte ich vorerst wieder frei, aber um 16 Uhr hatten Kristina und ich endlich unsere Einführung! Uns wurden die Töpferei und der Fertigungsberreich gezeigt. Wir werden ab Morgen wahrschienlich Kartons zusammenkleben, oder Seife einpacken. Späer vielleicht auch in der Töpferei mitarbeiten. Ein anderes Team reinigt die Ferienwohungen. Das werde ich aber wohl nicht machen. Stört mich aber auch nicht weiter 😉 Die Stimmung im Fertigungsberreich war gut und auch wenn es immer die gleiche Arbeit ist, sind es nur vier Stunden am Tag und es wechselt sich ab mit den Aufgaben.

Zum Abend machten wir eine Left-over Party. So nennen wir es, wenn wir die reste vom Mittagessen verwerten. Am Mittwoch kommt eine Neue Mitbewohnerin aus Brasilien dazu, dann haben wir sicherlich nicht mehr so viel übrig.

Am Mittwoch hatten wir um 8.30 Uhr wieder Sprachunterricht. Jeder Tag beginnt um diese Uhrzeit und ich finde es okay, weil wir nie ewig aufbleiben. Um acht Uhr aufzustehen reicht in der Regel vollkommen. Im Sprachunterricht ging es heute mehr um die Aussprache und im Anschluss um Singular und Plural. Es ist immer noch sehr viel Inhalt auf einmal, aber irgendwann werde ich mir das wohl alles auch merken.

Am Vormittag hatten wir Meditation. Meditation ist aber keineswegs im normalen Sinne zu verstehen, sie nennen es nur so. Keine Ahnung warum. Wir wurden also heute über einen Ausflug informiert, den wir im Oktober machen werden. Es geht nach Rom und in den Vatikan. Ich bin gespannt. Bald schon stand das Mittagessen an. Diesmal schmeckte es aber leider nicht ganz so gut, wie bisher. Die Kartoffeln waren schal und die Nudeln in Tomatensauce ungewürzt.

Dafür war ich heute aber zum ersten mal Arbeiten! Über die Arbeit an sich und warum wir genau diese machen (also welchen Sinn sie hat), schreibe ich nochmal in einem extra Beitrag, aber heute will ich einfach beschreiben, was wir gemacht haben. Es gibt diese Edelschuhmarke, Saint Lauron, (irgendwie so) und die haben in ihren Schuhkartons Garantiekarten. Diese Garantiekarten stecken in kleinen Briefumschlägen, welche an der Seite geknickt sind. Diese Einknicke sind nicht von einerm Maschiene machbar und deshlab muss das per Hand erledigt werden. Nicht besonders fordernd und spannend, aber okay. Wir quatschen miteinander und hören Musik. Täglich vier Stunden und es ist keineswegs immer das gleiche! Die Arbeiten ähneln sich zwar, aber immerhin gibt es Abwechslung. Ich finde nur, dass diese Knicke so unbedeutend sind, dass sie nicht nötig wären, aber machen das Produkt wahrscheinlich edler und auch teurer 😉

Heute Abend kommt noch eine neue Mitbewohnerin aus Brasilien an und wir freuen uns schon alle auf sie.

Ja das war soweit meine erste Woche und ich habe mich gut eingelebt. Von allen wurde ich freundlich aufgenommen und fühle mich sehr wohl hier. Ich fühle mich auch scon gar nicht mehr wie die Neue, sondern einfach wie ein Teil der Gemeinschaft der Freiwilligen.
Ein Bild von uns allen folgt, wenn wir vollständig sind 😉

Liebe Grüße aus Italien und bis zum nächsten Mal.

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mama
2 Jahre zuvor

Sehen trotzdem lecker aus!

2 Jahre zuvor

Och nee du hast anscheinend auch eine mückenplage :00 Ich hoffe sie Nerven dich nicht zu sehr! Das klingt nach einer gut durchgemischten Woche und einem sympathischen bunten Haufen 🙂
Ich drück dir die Daumen mit der Sprache! Bei mir ist es im Moment auch mal ganz schön nervenaufreibend!
Wünsche dir weiterhin alles gute und bis zum nächsten Beitrag 🙂

Nina
2 Jahre zuvor

Wie cool ihr habt da ein volleyballfeld 😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍
LG Nina

Mrs Norris
2 Jahre zuvor

Schöner Beitrag bin gespannt was noch so kommt und wie sich das Jahr entwickeln wird.