Eine gute letzte Zeit

Obwohl ich schon wieder zurück in Deutschland bin und die Zeit in Italien um ist, wollte ich es nicht verpassen, den letzten Blogbeitrag zu schreiben.

Am Vorletzten Wochenende sind Anna und ich zusammen mit zwei Jungs nach Florenz gejoggt. Ich habe in Italien mit dem Laufen angefangen und bin über die Monate immer besser geworden. Die Strecken länger, die Zeit, die ich brauchte, weniger. Es war ein wichtiger Teil in der Zeit dort! Einer der Jungs, Andris hatte dann die Idee, zum Abschluss die 24 Km nach Florenz zu joggen, quasi als Abschied. Natürlich waren wir dabei. Es war anstrengend! Einerseis sind wir um 6.30 Uhr am Morgen gestartet, weil das Wetter (die Hitze) uns sonst umgebracht hätte und auf der anderen Seite sind 24 Km durch diese fiese und wunderschöne Berglandschaft wirklich wirklich anstrengend! Wir waren unglaublch stolz, als wir vor dem Dom in Florenz standen und keinen Meter mehr weitermussten!

Die Jungen haben sich mit der Wasserschlacht revanchiert und uns ziemlich gut erwicht. Wir hatten ihre Assistenten um Hilfe gebeten, sie unsere. Wir wurden unter irgendeinem Vorwand nach draußen gelockt und dann kamen sie gut präpariert um die Ecke und naja, dann war es eine gute Wasserschlacht. Leider finde ich da Foto dazu nicht mehr…

Am darauffolgendem Wochenende war unsere Abschlussfeier, wo es festliche Urkunden und coole Videos aus unserer Zeit gab und wir es einfach genossen, die letzten Tage miteinander zu verbringen.

Am nächsten Tag hieß es dann auch schon Abschied nehmen, denn nicht wenige verließen uns bereits am Sonntag. Es ist uns allen schwer gefallen, unsere Freunde ziehen zu lassen und es war klar, dass es zu Ende geht. Es ist verrückt, denn wenn man so ein Jahr beginnt, denkt man auf gar keinen Fall daran, dass es irgendwan zu Ende sein wird. Wir waren schon sehr traurig!

Am Dienstag Abend, meinem letzten Abend, der Rucksack war scin längst gepackt, beschlossen wir, die Verbliebenden, den letzten Sonnenuntergang auf dem Gipfelkreutz oben auf dem Berg zu schauen. Ich beschloss, zu Laufen, ein letztes Mal. Anna war nicht mehr dabei, weil sie schon abgereits war. Andris und Daniel, die schon mit nach Florenz gelaufen waren, schlossen sich aber mit Begeisterung meinem „letzten Lauf“ an und wir liefen eine gute halbe Stunde nur steile Berge hinauf, um dann mit einen der schönsten Sonnenuntergänge zu sehen. Wir kamen genau richtig oben an und es war wundervoll. Schön und traurig.

Später trafen wir dann die anderen, die zu Fuß gegangen waren und schauten mit ihnen hinunter ins Taal, wo eine Stadt schimmernd in der Dunkelheit zu flimmern gebann, im Hintergrund ein dunkelroter Himmel.

Ja und dann war auch schon der Tag meiner Abreise und ich nahm meinen viel zu schweren Rucksack und die Geige und bestiegt die Bahn nach Florenz. Und dann nach Milano. Und danach nach Frankfurt. Danach nach Köln und dann in den letzten Regionalzug nach Hause. Ja ich bin mit der Bahn nach Hause gefahren und ich bin froh darum. Es war lang und anstrengend, aber schön und ich habe es genossen.

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G. Maxelon
1 Jahr zuvor

Vielen lieben Dank, dass wir an deiner Zeit durch den Blog teilnehmen konnten. Für die Zukunft wünsche ich dir alles Liebe und Gute 🎉! Was hast du vor?
Unser Benedikt möchte Geografie studieren. Alles Liebe ❤️! Gudrun