Ein kleiner Bericht

Da ist über meine Zeit hier einen Bericht schreiben muss, habe ich mir überlegt, einen Teil davon mit euch zu teilen. Obwohl ihr sicherlich schon einiges wisst, wünsche ich euch viel Spaß 🙂

Die Zeit hier ist für mich eine besondere Zeit, die manchmal schön, aber auch anstrengend und aufwühlend sein kann. Im positiven und negativen Sinne. Im Allgemeinen geht es mir aber richtig gut! Ich genieße jeden Tag, den ich hier verbringen darf und freue mich darauf, die anderen Mädels noch besser kennen zulernen. Obwohl der ersten Euphorie mittlerweile sicherlich ein bisschender Alltag gewichen ist, ist dieser nicht langweilig. Klar freut man sich auf die einen Tage mehr als auf andere, zum Beispiel auf das freie Wochenende, oder auf besondere Momente, aber das finde ich ganz normal.

Wo wir schon bei der Euphorie der ersten Wochen sind… die waren so spannend und aufregend, mit all den Neuen Dingen, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Da ist es schwer, sich vorzustellen, dass schon November ist und dass ich bereits mehr als zwei Monate hier in Italien bin. Meine Mitmenschen haben es mir zum Glück sehr leicht gemacht, anzukommen. Meine WG hat mich wundervoll aufgenommen und meine Schüchternheit war nur von kurzer Dauer. Als dann weitere Mitbewohnerinnen ankamen, fühlte ich mich schon lange wohl und zuhause. Ich fühle mich sehr aufgenommen und zu neunt klappt unser Leben hier ziemlich gut. Für mich ist es wichig, dass die Kommunikation klappt und das nicht nur sprachlich! Ich schätze es sehr, dass jede das Gefühl hat, Themen offen anzusprechen zu können. Auch wenn uns etwas stört, ist eine gute Atmospphäre da, um Probleme oder ähnliches zu klären. Dieses harmonische Zusammenleben hat dafür gesorgt, dass mir die erste Zeit sehr leicht gefallen ist und ich offen auch auf die anderen Mädels zugegangen bin. Das Einleben war also eine schöne Zeit für mich. So habe ich mich einmal mit Gloria aus Hongkong unterhalten und am nächsten Tag fragte sie mich, ob ich mit ihr ins T-Shirt Team kommen möchte. Ich habe mich sehr darüber gefreut und zugesagt. Jetzt helfe ich beim Internetauftritt des Friendly T-Shirts, was ich sehr gerne mache.

Besondersschön waren oder sind für mich die Ausflüge, die wir gemeinsam unternehmen. An einem Abend, ganz zu Beginn, sind wir Pizza essen gefahren, an einem anderen Tag nach Florenz und am letzten Sonntag in ein Amerikanisches Dinner. Gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen schweißt zusammen und ich habe dadurch die Mädels besser kennengelernt.

Ein wenig schwer tue ich mich noch mit dem Italienisch, weil ich das Gefühl habe, dass ich die anderen leichter damit tun. Sie lernen gefühlt alle alles schneller und verstehen auch besser. Ich bin zwar sicher, dass auch ich italienisch lernen werde, wünsche mir aber, dass es schneller ginge. Ein bisschen mehr Zeit zum Lernen wäre da wirklich hilfreich, aber das Programm ist so voll, dass es eigentlich kaum Lücken gibt. Nach dem Mittagessen, oder am Abend gibt es ein wenig Zeit, aber da spiele ich dann lieber Geige, oder male/zeichne. Mit dem vollen Programm habe ich mich am Anfang auch ein wenige schwer getan, aber mittlerweile macht es wirklich Spaß. Freizeit vermisse ich zugegebenermaßen auch ab und an. Zum Beispiel um mit der Familie zu telefonieren, oder um zu lernen.

Mit wem lebe ich zusammen? Es ist ganz wichtig, das in zwei Hinsichten zu beantworten. Aufder einen Seite sind es alle 24 Mädels. Manchmal auf die eine Art und Weise und manchmal auf eine andere. Zum Beispiel, wenn ich mit einem Mädel aus Appartement C zusammen zur Messe gehe, oder am Abend ein Ei brauche und in Appartement B nachfrage. Ich habe ständig mit allen zutun und uns trennen nur ein paar Türen. Diese stehen in der Regel offen und ich mag das bunte, manchmal chaotische Zusammenleben. Abgesehen von dem gesamten Haus es natürlich noch „meine“ acht Mädels. Wir haben uns den Namen „Via Lattea“gegeben, was so viel wie Milchstraße bedeutet. 

Und das sind wir! Ganz vorne Letizia, unsere Ansprechpartnerin

Das war jetzt ein kleiner Ausschnitt, der euch vielleicht nochmal ein bisschen zusammenfasst, wie für mich der Anfang ist/war. Der nächste Bericht wird bestimmt auch spannend und ich freue mich schon, das nächste Mal für euch zu schreiben.

Liebe Grüße

Cathleen

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