Tag 4

Eine kurze Reise geht zu Ende…

Pünklich zum Abschluss standen wir im Regen… aber von Vorne:

Niemand außer mir hatte sich einen Wecker gestellt und ich dachte mir, dass 7.30 Uhr ausreicht. Es brach die totale Hektik aus. Niemand hatte vernünftig gepackt und sauber war die Wohnung auch nicht. Jeder beeilte sich wo er nur konnte und gegen 8 Uhr waren wir so grade fertig.

Andreas fuhr Louis und mich zu unserem Startkreisel, wodurch wir uns 20 Minuten Lauftzeit sparten. Sehr nett von ihm 🙂

Dort war leider so gut wie nichts los und wir stellten uns auf eine lange Wartezeit ein. Als dann ein Wagen kurz darauf hielt, grinsten uns aus dem Inneren Philipp und Merle an. So trafen wir nach 15 Minuten Trennung nochmal aufeinander und fuhren gemeinsam zur E40. Etwas Ratlos stellten wir uns ungefähr nebeneinader und während wir noch das Schild beschrieben, hielt ein Wagen und nahm die beiden mit. Pech hatten wir jedoch keines, denn wenige Minuten danach hielt ein junger Mann für uns an. Bis nach Brügge konnte er uns mitnehmen und wollte uns auf dem gleichen Rastplatz wie Merle und Philipp rauslassen, doch den verpassten wir leider. Er war leider auch nicht ganz einfach zu erreichen gewesen. Ich sah Philipp und Merle dort stehen – und brausten vorbei. Louis und ich dagegen landeten an einer einzigen, verlassenen Ausfahrt und nachdem wir dort 40 Minuten Zeit verschwendet hatten, suchte Louis eine andere Stelle mit mehr Autos heraus, die aber glücklicherweise ganz in der Nähe war. Bis dahin standen wir im Regen. Soweit zum Anfang des Textes. Es dauerte 20 Minuten, bis wir da waren und ich fragte mich, warum ausgerechnet wir so viel Pech hatten. Nach weiteren 15 Minuten an der nun stark befahrenen Stelle hielten zwei Frauen (ein Auto) für uns und nahmen uns bis nach Gent mit. Insgesamt verloren wir über eine Stunde Zeit – Philipp und Merles Team war uns natürlich nun weit vorraus und auch Nina und Demian hatten uns überholt, obwohl später gestartet.

In Gent sprach ich dann aber ein deutsches Paar an und überredete sie förmlich, uns mitzunehmen. Unser Glück; sie brachten uns bis nach Aachen! Endlich hatten auch wir mehr Erfolg. Übrigens fanden Nina und Demian kurz darauf jemanden, der sie von Aachen direkt nach Hause fuhr. Für uns dagegen sollte die Suche ein letztes Mal beginnen umd heute waren es wohl die 20 Minuten, denn etwa nach dieser Zeit hatten wir unsere Mitfahrgelegenheit. Diese ging jedoch nach Köln, was nicht ganz so praktisch, aber dennoch vollkommen in Ordnung war. Philipp war derweil in Mechernich angekommen. Louis und ich sollten 2 Stunden länger brauchen. Schon interessant, was so ein ärgerlicher Zwischenfall für einen Unterschied erwirken kann.

Schließlich erreichten wir Köln, wurden herausgelassen und liefen am Rhein entlang zum HBF. Innen drin geleiteten wir uns zum Potato Point, wo uns ein leckeres Mittagessen erwartete.

Mit der Bahn fuhren wir die letzte Etappe bis nach Hause. Für die Rückfahrt haben wir dieses Mal zum Glück weniger lange gebraucht wie hin, aber dass die anderen noch mehr Glück hatten als wir sah bei der Betrachtung ihres Reisefortschritts doch meistens sehr ernüchternd aus. Ihre WhatsApp Livestandorte waren immer weiter und schneller als unsere. Dennoch bin ich glücklich und natürlich Zufrieden, dass alles geklapt hat und der Urlaub so schön war.

Tag 3

Letzte Nacht gingen wir nach Mitternacht noch an den Strand hinunter und entschieden spontan, in der Dunkelheit im Meer baden zu gehen. Das Wasser war gar nicht so kalt wie wir dachten und es hat uns unglaublich viel Spaß gemacht. Als wir wieder rausgingen war es dann doch ziemlich kalt und wir beeilten uns, zurück zu unserer kleinen Wohnung zu kommen.

Heute Morgen frühstückten wir alle neun mal zusammen und glücklicherweise gab es genug Brötchen und Belag. Sagen wir es so, ich wurde satt 🙂

Philipp schlug vor, heute ein wenig am Strand entlang zu laufen und das taten wir dann auch. Es dauerte etwa eine Stunde, bis wir, dem nassen Sand gefolgt, „De Panne“ erreichten. Es war Flut, aber man konnte dennoch gut an der Wasserkannte entlang laufen. Das Wetter war etwas schlechter geworden und der raue Wind stärker, nur die Jacke hielt mich davon ab, zu erfrieren. Naja, so schlimm war es nicht, aber frisch geworden.

In de Panne stiegen wir in die Küsten Trame, eine quasie endlose Straßenbahn an der Küste Belgiens entlang. In Niewport stieg unsere Gruppe erst wieder aus und wir schlenderten in die Straßen hinein. Es ist leider so, dass man in den 50gern hunderte von Hochhäusern am Strand in den Himmel gezogen hat. Dabei betrachtete man gegliches Gefühl für Estetik und Schönheit als minder wichtig, weshalb es auf hundert Kilometern Strand einfach nur hässlich aussah. In den Seitenstraßen dagegen standen die alten, hübchen Häuser mit all ihren Verzierungen und individuellen Bauweisen.

So schön es auch war, irgendwann nagte der Hunger an uns und nach einer Kirchenbesichtigung machten wir uns auf den Weg zurück. Unsere Gruppe verkleinerte sich in 4 Personen, was wesentlich angenehmer war.

An der Strandpromenade reihte sich jedoch eine Edelbutik an die nächste und die wenigen Restaurantes boten Menüs für 63€ aufwärts an. Nett lächelnd gingen wir zur Trame zurück und stiegen ein. In Koksijede-Bad suchten wir den gleichen Laden wir gestern auf und heute holte mir ein Wrap. Von Merle bekam ich noch Pimmes ab und nach einer abschließenden Waffel war ich satt.

In der Wohnung zurück bereiteten Demian und ich einen Nudelsalat. Das Dressing sponsorten die Nachbarn – wirklich sehr nette Leute!!

Eigentlich wollten wir am Strand noch einen letzten Sonnenuntergang genießen, doch es sah leider etwas bdwölkt aus.

Wir spielten zusammen ein wenig Volleyball und rannten dann zurück zum Appartment, um nicht nass zu werden. Mit Ingwerlimonade und Nudelsalat war das Abendessen dann auch ideal und sättigend. Oh, davor teilten wir uns zu viert ein Limonen-Zitronen Sorbe.

Es war längst dunkel als wir zum Strand zurück kehrten und ich für meinen Vater ein Glas Sand abfüllte. Ich bringe ihm von jedem meiner Reisen so etwas mit.

Tag 2

Eine gute Nacht später standen wir gegen 9 Uhr auf und versammelten uns zum Frühstück. Gut, einige befanden sich zwar noch im Reich der Träume, aber wir Übrigen versuchten ein Frühstück zusammenzusuchen.

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Tag 1

„Ich war jung und hatte kein Geld“ – so fing meine „Trampkarriere“ an und außerdem wollte ich ein Abendteuer erleben. Einer der letzten unserer Zeit, wie jemand mir mal sagte. Mit meinem Bruder bin ich dann durch Europa und irgendwann mit einer Freundin durch Frankreich. Hmm, das war eigentlich auch erst letzten Herbst.

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