Der Groschenroman – Kapitel 4: Ein ungelüftetes Geheimnis

Der Kapitän hatte das schlechte Wetter bereits angedeutet, doch Edgar J.J. Hollins war noch nie zuvor zur See gefahren und verstand erst was der erfahrene Seemann ihm hatte mitteilen wollen, als er die riesige Gewitterfront am Horizont entdeckte. Der Wind war deutlich stärker geworden und ließ die Wellen um das Schiff herum tanzen. Weiße Schaumkronen waren hier und dort zu sehen, doch es wurden stetig mehr. Mit einer solgenvollen Falte auf der Stirn betrachtete Hollins die Gewitterwand, auf die sie geradewegs zusteuerten. Von Klabautermännern, über zwanzig Meter hohen Wellen hatte er gehört – wahre Ungetüme. Ein ungutes Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Was wenn die Wellen ihr Schiff verschlangen, wie der Löwe ein Stück Fleisch? Der junge Mann schluckte schwer und beschloss Rat beim Kapitän zu suchen. „Der Groschenroman – Kapitel 4: Ein ungelüftetes Geheimnis“ weiterlesen

Der Groschenroman – Kapitel 3: Ein kalter Herbst

Es war ein kalter Herbst mit stürmischen Böen und unnachgiebigem Regen, sodass viel geheißt werden musste. Zusätzlich zu meiner naiven Schreiberei arbeitete ich als Dienstmädchen im Hause der Lefebvres und erledigte allerlei einfache Hausarbeiten. Sie hatten mich eher aus Mitleid aufgenommen, denn meiner Kompetenzen wegen. Meine Finger fein und die Figur zart war ich das Gegenteil einer Frau, die hart anpacken konnte. „Das wird noch“, sagte Miriàn damals und warf einen langen Blick auf meinen dicken Bauch. „Der Groschenroman – Kapitel 3: Ein kalter Herbst“ weiterlesen