Das Jahr der Legenden – Kapitel 2: Sohn der Kälte

Midas


„Die Kälte ist eine uralte Magie. Eine schwarze Magie.  Durch ein Ritual kann sie hervorgerufen und bewusst genutzt werden. Sie entzieht Menschen in ihrer Umgebung die Lebensenergie und der Kältemagier nimmt sie in sich auf. Der Gebrauch von Kältemagie ist verboten und steht unter hoher Strafe.

Zeichen der Benutzung sind weiße Haare und weiße Augen.“

Aus: Gesetzbuch von Aranin, Unterpunkt: Magie


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Das Jahr der Legenden – Prolog


„Jedes Leben ist vorherbestimmt und jedes Leben wird den Weg gehen, den es gehen muss. Egal wie es anfängt, das Schicksal macht vor keinem Individuum halt. Es ergreift es und schleudert es durch den Sog des Lebens. Unerheblich, welche Entscheidungen man trifft, es zieht auf die eine oder andere Weise immer Konsequenzen mit sich. Erst am Ende werden wir wissen, ob es die richtigen Entscheidungen waren.“

Aus: Philosophische Grundverständnisse; Band IV


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Der Groschenroman – Kapitel 4: Ein ungelüftetes Geheimnis

Der Kapitän hatte das schlechte Wetter bereits angedeutet, doch Edgar J.J. Hollins war noch nie zuvor zur See gefahren und verstand erst was der erfahrene Seemann ihm hatte mitteilen wollen, als er die riesige Gewitterfront am Horizont entdeckte. Der Wind war deutlich stärker geworden und ließ die Wellen um das Schiff herum tanzen. Weiße Schaumkronen waren hier und dort zu sehen, doch es wurden stetig mehr. Mit einer solgenvollen Falte auf der Stirn betrachtete Hollins die Gewitterwand, auf die sie geradewegs zusteuerten. Von Klabautermännern, über zwanzig Meter hohen Wellen hatte er gehört – wahre Ungetüme. Ein ungutes Gefühl breitete sich in seinem Magen aus. Was wenn die Wellen ihr Schiff verschlangen, wie der Löwe ein Stück Fleisch? Der junge Mann schluckte schwer und beschloss Rat beim Kapitän zu suchen. „Der Groschenroman – Kapitel 4: Ein ungelüftetes Geheimnis“ weiterlesen

Der Groschenroman – Kapitel 3: Ein kalter Herbst

Es war ein kalter Herbst mit stürmischen Böen und unnachgiebigem Regen, sodass viel geheißt werden musste. Zusätzlich zu meiner naiven Schreiberei arbeitete ich als Dienstmädchen im Hause der Lefebvres und erledigte allerlei einfache Hausarbeiten. Sie hatten mich eher aus Mitleid aufgenommen, denn meiner Kompetenzen wegen. Meine Finger fein und die Figur zart war ich das Gegenteil einer Frau, die hart anpacken konnte. „Das wird noch“, sagte Miriàn damals und warf einen langen Blick auf meinen dicken Bauch. „Der Groschenroman – Kapitel 3: Ein kalter Herbst“ weiterlesen